fusion

Eigentlich wollte ich ja das official statement der fusion crew abwarten, bevor ich rumpöbel. das lässt aber auf sich warten.
was soll ich sagen? super party, nette leute, fette musik, politisch noch verheerender als letztes jahr (wo ein deutschlandfahnenschwingender jan delay deutschlanddeutschland gröhlte und der hippimob klatschte und johlte). viele ekelige leute auf den buehnen. „jah“ gröhlende dub- rasta- christenspinner (wie dr. israel) zum beispiel und das massala soundsystem mit haufenweise antiamerikanismus und palästinasoli im gepäck. richtigerweise hat die fusion crew dann auch den absperrbandtext geaendert. hiess es im letzten jahr noch „faschismus ist keine meinung, sondern ein verbrechen!“ wars in diesem jahr „make capitalism history – eine andere welt ist möglich“. darunter koennen sich ja von christian worch bis oskar l. alle gut zusammenfinden. aber wenn man – wie bei jedem anderen festival auch – von der partyseite an die sache herangeht, lässt es sich dort gut leben.
vor den bühnen, wie gesagt, viele angenehme leute – die macker-proll-glatzen dichte hat gefühlt abgenommen und aufdringliche drogen verkaufende und -habenwollende gabs seltsamerweise garnicht. wo die alle hin sind…
das fusionpublikum bleibt dem festival treu, so steigt das durchschnittsalter jedes jahr ein wenig an. was sich an weniger grillparties und drogenleichen sowie einem recht angenehm unpubertären umgang der leute untereinander bemerkbar macht.
nächstes jahr natürlich wieder. das achte mal dann schon.


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